
Ein Staat, ehemals als die Deutsche Demokratische Republik bekannt, existiert schon seit über 20 Jahren nicht mehr und viel ist abgesehen von den Erinnerungen dieser Zeit, den Erzählungen und Fakten in den Geschichtsbüchern, einigen Mauerresten und dem Fakt, dass die DDR das wahrscheinlich am häufigsten aus der Luft fotografierte Land war, nicht übrig geblieben.
Doch ein weiterer stummer Zeuge dieses verloren gegangenen Regimes, die Münze der DDR, welche noch in vielen Haushalten hier oder da als Erinnerung an einen untergegangenen Staat oder einfach als Sammelstücke existiert, ist heute zu einem sehr beliebten Sammlergebiet unter den Münzsammlern geworden.
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Wir wissen heute, dass in der DDR nicht nur die so genannten Umlaufmünzen, sondern auch Gedenkmünzen in großen Mengen geprägt wurden.
Das gesetzliche Zahlungsmittel der DDR lief unter der Bezeichnung Mark und wurde in der DDR bis zu ihrem Ende im Jahr 1990 für den Umlauf verwendet. Der Herausgeber den Mark war seit 1968 die Staatsbank der DDR und zuvor die Deutsche Notenbank.
Es waren in der DDR von dem Jahr 1951 bis zu dem Jahr 1990 verschiedene Geldstücke im Umlauf. Bis zu dem Jahr 1964 war es die Deutsche Mark der Deutschen Notenbank (DM), bis 1967 war die Mark der Deutschen Notenbank (MDN) in der DDR im Umlauf und bis zum Ende der DDR im Jahre 1990 die Mark der Deutschen Demokratischen Republik.
Die DDR Münzen besitzen aufgrund ihres Materials, Messing und Aluminium, aus denen sie zu etwa 97% gefertigt wurden einen hohen Widererkennungseffekt. Sowohl außerhalb als auch innerhalb der DDR nannte man das DDR Geld auch leicht spöttisch Aluchip. Es gab nur zwei Prägestätten, Berlin und Muldenhütten, in denen die DDR Münzen hergestellt wurden und im Umlauf befanden sich 1, 5, 10, 20 und 50 Pfennig Stücke sowie 1, 2 und 5 Mark Stücke.
Neben diesen im Umlauf befindlichen Münzen prägte auch die DDR etliche Gedenkmünzen und Sonderprägungen, welche heute zu den beliebten Sammelstücken gehören und das Herz mancher Sammler etwas höher schlagen lässt. Die DDR prägte in den Jahren von 1966 bis zum Jahr 1990 122 mit verschiebenden Motiven versehenen Sammler- und Gedenkmünzen, welche dann nicht wie die übliche Währung aus Aluminium bestanden. Die Gedenkmünzen der DDR wurden zum Teil aus Silber und Gold, aber auch Neusilber geprägt. Auch die seltenste Gedenkmünze der DDR ist eine Goldprägung aus 999er Gold im Wert von 20 Mark, welche anlässlich des 150. Geburtstages von Karl Marx, dem Philosophen und Gesellschaftskritiker, geprägt wurde. Die Münze wurde als ein Geschenk für Walter Ulbricht zu seinem 75. Geburtstag hergestellt und ihm durch die Staatsbank übergeben und ist heute im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgestellt.
Die meisten Gedenkmünzen der DDR wurden in sehr hoher Auflage geprägt. Die auflagenstärkste Münze dieser Art war ein 5 Mark Stück aus Bronze, deren Auflage dreimal so hoch wie die Einwohnerzahl der ehemaligen DDR war. Gedenkmünzen wurden in der DDR nur in einer Prägeanstalt (Volkseigene Betrieb Münze Berlin) geprägt. Da es nur diese eine Prägeanstalt gab, wurden die Münzen so gut wie nie mit dem Prägezeichen „A“ markiert.
Das Ende der DDR brachte auch das Ende der Prägung von den Umlauf- und den Gedenkmünzen mit sich. Die letzte in der DDR geprägte und ausgegebene Gedenkmünze war eine aus Silber besehende Münze mit einem Reinheitsgehalt von 99,95 % Silber und einem Wert von 20 Mark, zur Öffnung des Brandenburger Tores im Jahr 1989. Einmal geschah es auch, dass eine 5 Mark Gedenkmünze in so hoher Auflage geprägt wurde, dass diese schlussendlich wegen der hohen Stückzahl in den normalen Umlauf geraten war.
Alles Geld, welches in der DDR gedruckt und geprägt wurde ist mit dem Ende der DDR vernichtet worden. Daher können Sammler meist nur noch von anderen Sammlern oder Nostalgikern, welche Teile des Geldes aufgehoben haben, diese Münzen aus der nicht mehr existierenden Deutschen Demokratischen Republik erwerben.