
„Drittes Reich“ ist die Bezeichnung für die Zeit des Nationalsozialismus, beziehungsweise ein Ausdruck für das Deutsche Reich von 1933 bis zum Jahr 1945 und gehört mit Abstand zu den dunkelsten und traurigsten Epochen der Deutschen Geschichte. Angedacht war dieses Reich unter Adolf Hitler, in einem Anflug von Größenwahn, als ein Tausendjähriges Reich, welches allerdings 12 Jahre nach seiner Gründung wieder verschwand und eigentlich fast nur negative Erinnerungen hinterlassen hatte.
Neben den vielen und für dieses Regime charakteristischen schlechten Dingen, die uns bis heute in Erinnerung geblieben sind, gibt es aber auch wenige positive Ereignisse aus dieser Zeit zu nennen. Nennenswert sind an dieser Stelle der Bau der Autobahn, die durch die Regierung verordnete Senkung der Löhne und immense Investitionen in die Infrastruktur des Staates, welches alles dazu führte, dass es fast keine Arbeitslosigkeit mehr in diesem Regime gab. Allerdings senkten die geringen Löhne die Lebensqualität der Bürger, was sogleich auch wieder als ein großes Mango dieses Regimes zu deuten ist.
Heute wissen wir, dass der Begriff „Drittes Reich“ hauptsächlich von Hitler für seine Ideologie genutzt wurde und dieser Begriff „Drittes Reich“ wird in dieser Form heutzutage nicht mehr verwendet. Allerdings gilt dies nicht für die Münzkunde, die Numismatik, hier findet dieser Begriff noch immer Verwendung und wird daher auch an dieser Stelle hier weiter verwendet.
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Heute können wir zusammenfassend feststellen, dass die Menge der in dieser Zeit geprägten Münzen doch als recht überschaubar erscheint. Allerdings sind die Münzen dieser Epoche, die Münzen des Dritten Reichs, ein recht beliebtes Sammelgebiet unter den Münzsammlern und die Münzen dieser Zeit sind seit vielen Jahren in ihrem Wert äußerst stabil. Interessant ist, dass die Münzen in Abhängigkeit der politischen Zustände im Reich aus verschiedenen Materialien geprägt wurden. Zu Beginn gab es Silbermünzen, dann Nickelmünzen und am Ende bestanden die Münzen aus Nickel und Aluminium. Der Grund lag darin, dass das Metall für die Kriegsindustrie dringend benötigt wurde und dementsprechend wurde an dem Material für die Münzherstellung gespart.
Zu den gängigen Dritten Reich Münzen zählen 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Pfennig Münzen und Münzen zu 1, 2 und 5 Mark. Eine Mark war in 100 Pfennig unterteilt. Ab dem Jahr 1940 wurden die 2 Pfennig und 1 Mark Stücke komplett eingezogen und zu Gunsten der Kriegsindustrie eingeschmolzen.
Zu dieser Zeit gab es neben den für den Umlauf gefertigten Münzen auch eine kleine Menge an Sonderprägungen. In den Jahren 1933 und 1934 wurden drei Gedenkmünzen ausgegeben. Diese Gedenkmünzen wurden mit dem Nominal 2 Mark und 5 Mark geprägt und bestanden aus Silber und waren die vorerst letzten Gedenkmünzen des Deutschen Reiches. Erst 18 Jahre später, im Jahr 1952 erfolgte die nächste Fertigung und Ausgabe einer Gedenkmünze.
Weiterhin sind die Ausgaben des Geldes in Abhängigkeit der politischen Zustände zu betrachten. Die kleineren Kursmünzen, wie das 10 Pfennig Stück wurden bis 1936 mit dem Münzbild der Weimarer Republik geprägt und ab 1936 dann mit dem Hakenkreuz versehen. Außerdem wissen wir heute, dass schon im Jahr 1933 50 Pfennig Stücke aus Aluminium geprägt wurden, welche das Einziehen der Nickel 50 Pfennig Stücke erleichterte und schneller hat passieren lassen, als das Nickel für die Kriegsindustrie benötigt wurde.
Weiterhin ist bekannt, dass es keine Münzen mit Hitlers Portrait gibt, da er sich diesen so genannten Coup für den Sieg seines Regimes aufsparen wollte. Da aber der Ausgang des Regimes von Hitler bekannt ist, wissen wir auch, das es solche Münze nie gegeben hat, wobei das Gerücht kursiert, das es einige Probeprägungen einer Münze mit dem Abbild Hitlers gegeben haben soll.