
Gold ist ein faszinierendes und zugleich wertvolles Edelmetall und steht seit der Menschen denken kann, als ein Symbol für Reichtum und Macht in den verschiedenen Erzählungen der Menschheit, bis hin zur der Fantasiewelt der Märchen und den Piratengeschichten unserer Kindheit.
Bei all diesen Erzählungen wird der Goldmünze die größte Bedeutung beigemessen. Denn schon die Piraten raubten Schätze voller Goldmünzen und das Zahlungsmittel in den Märchen waren fast immer die Goldtaler, die Golddukaten oder die Goldmünzen.
Die Goldmünze, eine Münze, welche dem Namen nach aus Gold besteht, galt in den früheren Jahrhunderten als ein Zahlungsmittel und wurde als Kurantmünze gehandelt. Als Kurantmünzen werden Münzen bezeichnet, die „umlaufend, gangbar, vollwertig und kursierend“ sind, wobei sich diese Art der Verwendung der Goldmünze nicht bis in das heutige 21. Jahrhundert hinein halten konnte.
In der heutigen Zeit werden Goldmünzen in den meisten Fällen als Anlagemünzen zur finanziellen Absicherung einer Person oder als Sammlermünzen, für private oder öffentliche Sammlungen verwendet und sind in diesen Gebieten zudem äußerst beliebt. Doch bis es zu der heutigen Position der Goldmünzen in der Gesellschaft inklusive ihrer Bedeutung kam, war es eine lange und spannende Geschichte.
Die ersten Goldmünzen entstanden um den Tausch von Waren zu vereinfachen. Gold, mit seinem hohen Wert und seiner typischen Farbgebung, galt als ein angemessenes und zugleich wertvolles Mittel im Tausch von Waren. Da aber das Gold bei dieser Art des Tauschens bei jedem einzelnen Geschäft erneut ausgewogen werden musste, ließ der lydische König Kroisos Goldmünzen, von einer bestimmten Größe und mit einem bestimmten Wert, prägen. Dies sollte die Geburtsstunde der heute so beliebten und bekannten Goldmünze werden. Kroisos lies die Goldstücke mit dem einheitlichen Wert mit einem Prägestempel versehen um diese zum einen zu Propagandauwecken und zum anderen als Zahlungsmittel, welches ein gewissen Standart aufwies, in dem Umlauf zu bringen.
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Die jüngsten Gold- aber auch Silbermünzen sind die so genannten und oben schon kurz erwähnten Kurantmünzen.
Kurze Zeit nach dem Beginn der Münzprägung in Kleinasien übernahmen auch die Hellenen diese Form des Tausches, beziehungsweise die Verwendung des „Tauschmittels“ Münze und die wichtigsten Prägestätten dieser Epoche entwickelten sich in Milet, in Athen und auf der Insel Rhodos.
Das Römische Reich schlug seine ersten Goldmünzen um das Jahr 225 v. Christus, wobei die Römer die Art des Schlagens der Münzen, wie auch die Geschichtsschreibung, von den Griechen übernommen hatten. Eine Art Boom in der Münzprägung brachte die Herrschaft von Cäsar mit sich. Unter ihm entstanden Goldmünzen in hoher Zahl und der berühmte Aureus, eine Goldmünze mit einem hohen Goldfeingehalt, avancierte zu der Kurantmünze des Römischen Reichs bis hinein in das 4. Jahrhundert nach Christus.
Da die Perser als ein Reich mit äußerst hohem Goldvorkommen galten, schlug auch das Perserreich ab etwa dem 6. Jahrhundert vor Christus Goldmünzen, welche als Goldstater bekannt waren. Als Stater werden verschiedne Geldstücke aus der Zeit der Antike bezeichnet und der Stater gilt als die wichtigste Münze der Griechen. Zu den bekanntesten Statermünzen zählen der altägyptische Golddstater, der attische Goldstater und der Kyzikener Stater.
In dem Alten Ägypten wurden ursprünglich keine Münzen geprägt, was sich allerdings schlagartig im 4. Jahrhundert vor Christus mit dem Einmarsch der Truppen Alexander des Großen änderte.
Über die Münzprägung der Kelten vermutet man, dass diese das Handwerk vermutlich um 300 vor Christus von den Griechen gelernt hatten und folgend ihr eigenes Münzwesen entwickelten, wobei sich die Münzen der Kelten durch eine geringe Größe auszeichneten und zudem griechische Bildervorlagen für die Münzen verwendet wurden, welche später aber durch einfachere und andere Motive ausgetauscht wurden.
In der Zeit des Mittelalters lag der Fokus in der Münzschlagung nicht mehr auf dem Edelmetall Gold, sondern auf dem Edelmetall Silber. Der Grund dafür lag in dem hohen Wert des Goldes, welches einerseits einfach zu teuer für eine Massenproduktion wurde und andererseits auch sehr selten geworden war. Dies änderte sich allerdings wieder nach den Kreuzzügen, welche neues Gold in das Land brachten und es wurden Dukaten und Goldgulden fabriziert. Goldgulden und Dukaten sind uns heute als weit verbreitete historische Münzen bekannt.
In der heutigen Neuzeit werden Goldmünzen, wie eingangs schon erwähnt, nicht mehr als Zahlungsmittel, sondern nur noch als Sammelobjekte oder Wertanlagen gehandelt. Die letzte Goldmünze, die gehandelt wurde war die Goldmark, welche 1938 als gesetzliches Zahlungsmittel abgeschafft wurde.
Allgemein wird der Reingehalt einer Edelmetallmünze in Korn (Feingewicht), Feinheit (Feingehalt) und Schrot (Raugewicht) unterteilt. Die Prägung von Goldmünzen wird heute nur noch für Sammelzwecke und zu besonderen Anlässen geprägt. So gab es im Jahr 2002 eine 200 Euro Goldmünze und 2001 eine 1 Mark Goldmünze und seit es den Euro in Europa gibt, wird in jedem Jahr eine 100 Euro Goldmünze für Sammler geprägt.