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Kaiserreich Münzen Ankauf Dresden



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Das Kaiserreich wurde am 18. Januar des Jahres 1871 mit der Reichsgründung gegründet. Das Deutsche Kaiserreich gilt als der erste deutsche Nationalstaat und war durch die Hochindustriealisierung zu einem Staat mit industrieller Ausrichtung geworden. Der Handel und das Bankwesen erfuhren einen Ausbau, welcher auch eine Fortentwicklung des Dienstleistungssektors mit sich brachte. Das ungebändigte Wirtschaftswachstum dieser Zeit wurde zwar durch eine Krise, den Gründerkrach im Jahr 1873 erschüttert, doch nicht auf ein solches Niveau herunter gerissen, das eine Erholung unmöglich erschien. Trotz einiger politischer Veränderungen als Folge des Gründerkrachs änderte sich nichts an der Entwicklung des Reiches hin zu einer Industrienation.

Das Geld und somit auch die Münzen stand schon damals wie auch heute in einem engen Zusammenhang mit der Industrie, der Wirtschaft und dem Handel und auch das Kaiserreich hatte sein eigenes Geld, welches heute zu den großen und beliebten Sammelgebieten bei den Münzsammlern auf der ganzen Welt gehört.

Es war der 4. Dezember des Jahres 1871 als die Reichswährung von dem Deutschen Bundestag durch das Gesetz zu der „Einführung von Mark und Pfennig“ verabschiedet wurde. Die Währung des Kaiserreichs wurde folgendermaßen festgelegt. 3 Mark entsprachen dem alten Taler, welcher teilweise noch bis in das Jahr 1907 gültig war. Als der alte Taler im Jahr 1908 dann endgültig aus dem Zahlungsverkehr gezogen wurde, setzte man an diese Stelle ein neues Geldstück. Ab dem Jahr 1908 gab es statt des Talers ein Dreimarkstück als Ersatz.

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Zudem wurden mit der Gründung des Reiches auch Goldmünzen in der neuen Währung geprägt, wobei die Mark über Jahre hinweg als Goldwährung stabil blieb. Zu den Goldmünzen des Kaiserreichs zählen die 1871 herausgegebene 20 Mark Münze mit dem Portrait von Kaiser Wilhelm I, welche noch in einer äußerst geringen Auflage herausgegeben wurden. Aber schon im Folgejahr, im Jahr 1872, wurde die Prägung dieser Münze auf etwa acht Millionen erhöht. Zudem kam es im den Großherzogtümern Hessen und Baden und den Königreichen Sachsen, Bayern und Württemberg zu der Prägung von 20 Mark Goldmünzen in hoher Auflage.

Das Jahr 1874 brachte dann zwei Veränderungen mit sich. Einmal wurde aus dem „M“, welches für Mark stand, das Wort statt des einzelnen Buchstabens verwendet um ein größeres Bewusstsein für die Währung zu schaffen und es wurde die erste 10 Mark Goldmünze geprägt. Eine Kurze Zeit, in den Jahren 1877 und 1878 gab es zudem eine 5 Mark Goldmünze im Kaiserreich, welche sich aber nicht etablieren konnte und dementsprechend wieder eingezogen wurde.

Weiterhin setzte Willhelm II, nach seiner Amtsübernahme im Jahr 1888, dem so genannten Dreikaiserjahr, mit der Einführung des Münzadlers, welcher nach einer Vorlage von Otto Schulz übernommen wurde, ein Zeichen der Etablierung des Kaiserreichs, welches ab diesen Zeitpunkt die Münzen schmücken sollte.

Besonders charakteristisch ist die Vielzahl an Münzen aus dieser Epoche, die sich aus der Vielzahl der Bundesstaaten, Herzogtümern und Großherzogtümern ergibt. Außerdem wurde neben den eben erwähnten Goldmünzen auch in Silber geprägt und es wurden zahlreiche Gedenkmünzen herausgegeben und es gab sogar in den Kolonien des Kaiserreichs noch eigene Münzen, wie Beispielsweise die Guinea Mark in der Kolonie Deutsch Neuguinea.

Weiterhin gab es im Jahr 1901 die ersten 2 und 3 Mark Prägungen im Kaiserreich. Als Anlass gilt das 200 jährige Bestehen des Königreich Preußens. Auch die bekanntesten Gedenkmünzen, welche im Jahr 1913 herausgegeben wurden, sind 2 und 3 Mark Stücke, welche zu dem 25. Regierungsjubiläum Wilhelm II und zu der Jahrhundertfeier anlässlich der Befreiungskriege geprägt wurden.

Als allerdings im Jahr 1914 der erste Weltkrieg ausbricht verliert das Papiergeld des Kaiserreichs seinen Wert, weil es nicht mehr durch die Goldreserven gedeckt werden konnte, was also auch den Wertverlust der Münzen mit sich brachte. Außerdem fordert der Krieg das Einziehen der Münzen wegen ihres Metalls. Anfänglich wurden nur die Nickelmünzen eingezogen, da Nickel äußerst wichtig für die Kriegsindustrie war, aber in der Folge wurden auch die Silber-, Gold- und Kupfermünzen eingezogen und stattdessen Münzen aus Zink, Eisen und Aluminium geprägt und als Ersatz ausgegeben.

Es ist festzustellen, dass eine Menge an verschiednen Geld, an verschiedenen Münzen im Kaiserreich, im Umlauf waren und es daher auch heute noch viele Kaiserreichmünzen zu erwerben gibt, wobei nicht alle Münzen hohe Preise erzielen, da die Stückzahl mancher Prägungen sowohl damals als auch heute noch sehr hoch ist.

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